Samstag, 18. August
19.30 Uhr
Präsentation von Workshopergebnissen
20.30 UhrAntonio Moya
präsentiert „Herencia“
Flamencoerben der heutigen Generation
Tanz: Jairo Barrull
Gesang: Tomás de Perrate, Fabiola Pérez, Javier Heredia, Rubio de Pruna
Gitarre: Antonio Moya
Lang ist die Liste von ehrwürdigen Flamencolegenden, die Antonio Moya im Laufe von 20 Jahren begleitet hat: Fernanda und Bernarda de Utrera, Pepa de Benito, El Lebrijano, Chano Lobato …. Das sind nur einige Namen. Unter dem Titel „Herencia“ präsentiert der Gitarrist heute in Berlin die neue Generation. Im Mittelpunkt stehen der Sänger Tomás de Perrate und der Tänzer Jairo Barrull. Beide treten das Erbe ihrer berühmten Väter und Großväter an und werden sowohl in ihren eigenen Flamencofamilien als auch vom großen Publikum begeistert gefeiert.
Jairo Barrull lernte den Flamenco von seinem Vater Ramón Barrull. Der galt als einer der besten Gitano-Flamencotänzer seiner Zeit. Er bildete auch Juana Amaya, Jairos berühmte Tante, und den Tänzer Juan de Juan aus. Seinem Vater ebenbürtig fesselt Jairo Barrull das Publikum mit urwüchsigem Temperament und einer enormen Präzision seiner Schritte. In Berlin war er bereits zu sehen, als er 2003 in „Magie der Meister“ an der Seite von Gerardo Núñez, Carmen Cortes, Juana Amaya und Rafael de Carmen in der Philharmonie auftrat. Heute ist der 24jährige auf dem besten Wege, selbst einer der ganz Großen zu werden.
Der charismatische Sänger Tomás de Perrate ist einen ziemlich ungewöhnlichen Weg gegangen. Einst Schlagzeuger in einer Rockband und fasziniert von Tom Waits, fühlte er sich viele Jahre lang überhaupt nicht zum Cantaor Flamenco berufen. Erst 1999 wurde er mit der CD-Collection „Navidad en Utrera“ von Ricardo Pachón für die großen Bühnen entdeckt.
In seiner Stimme liegt der Klang seiner Vorfahren. El Perrate de Utrera und Manuel Torres - Vater und Großvater von Tomás de Perrate - gehörten zu den bedeutendsten Flamencosängern Andalusiens. Nach seiner Entdeckung entwickelte sich Tomás schnell zu einer Sängerpersönlichkeit voll Witz und Ausstrahlung. In seiner Stimme verbinden sich die Anmut und der würdevolle Rhythmus seines Vaters mit der Kraft und dem Widerhall des Großvaters.
Die Vergangenheit von Tomás de Perrate mag den Ausschlag geben, wenn er trotz seiner klaren traditionellen Haltung auch gerne Ausflüge in moderne Interpretationen unternimmt und sich z.B. bei seiner „Siguiriyas“ ganz unorthodox von Gitarre und Drums begleiten läßt. 2005 nahm er seine zweite Solo-CD „Perraterías“ mit Antonio Moya auf.
Der Gitarrist Antonio Moya ist gebürtiger Franzose und lernte sein Instrument bei einer großen Legende, dem Gitarristen Pedro Bacan. Seit langem lebt er nun schon in Utrera, einer Wiege des Flamenco und Heimat vieler Gitanofamilien. An mehr als 20 Alben war er beteiligt, und seit 1992 war er auf jeder Biennale von Sevilla zu hören. Mit seiner Klarheit, feinfühligen Nuancierung und hohen Improvisationsgabe ist er heute einer der großen Meister der andalusischen Flamencogitarre.
Fabiola Pérez und Javier Heredia, die bereits in der Noche del Cante zu hören waren, unterstützen mit dem Reichtum ihrer Stimmen gemeinsam mit dem Sänger Rubio de Pruna einen berauschenden andalusischen Abschlussabend des Flamenco Festivals.







