Mittwoch, 15. August
19.30 Uhr
Noche Recital de Cante „Stimmen im Flamenco“
Gesang: Fabiola Pérez, Javier Heredia, Javier Rivera
Gitarre: Antonio Moya & Tino van der Sman
Tanz: Leonor Leal
Der Cante ist die ursprünglichste aller Ausdrucksformen im Flamenco. Er kann mit seiner emotionalen Kraft direkt ins Herz treffen. Seit vielen Jahren widmet das Festival den Stimmen im Flamenco einen eigenen Abend.
Fabiola Pérez ist ein Schmetterling, eine Flamenca des 21. Jahrhunderts. Sie sprüht vor Leidenschaft, singt die Lieder der Feste und Juergas und kann doch auch eine Soleá mit einer solchen Innerlichkeit vortragen, als ob die Welt um sie versinkt Sie ist mit dem Flamenco aufgewachsen und trat schon als Kind vor Publikum auf. Nach dem Gewinn eines Gesangswettbewerbs in ihrer Geburtsstadt Cádiz konnte Fabiola Pérez ihre Stimme mit einem Stipendium an der Fundación Cristina Heeren schulen und trat seitdem mit den berühmtesten Musikern des Flamenco auf.
Wenn Javier Heredia singt, dann erzählt sein Körper mit Witz und Rafinesse den Sinn seiner Worte. Der junge Sänger ist ein Festero alter Schule. Er entzückt charmant sein Publikum und sorgt für Überraschungen. Javier Heredia ist auch ein Romantiker, der den traditionellen Stil mit wunderschönen Geschichten pflegt. So wie El Beni de Cádiz in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts vereint er kunstvoll Erzählung, Gesang und Tanz. Wie sein Vorbild zeigt er dabei einen unvergleichlichen Sinn für Humor. Er ist ein Flamenco, der die andalusische Lebensfreude besingt, am liebsten in Bulerías por Romance.
Javier Rivera sang als Kind schon die Flamencocantes. Sein Talent und sein tiefes Verständnis für die alten Lieder führten ihn an die Sevillaner Flamencoschule Fundación Cristina Heeren, die speziell dem Gesang gewidmet ist. Mit einem Stipendium formte er dort seine natürliche Begabung. Er gewann den Wettbewerb junger Flamencosänger in Sevilla. Seitdem trat Javier Rivera regelmäßig in Andalusien und weltweit auf, sang schon im Metropolitan Museum in New York und begleitete den Tänzer Rafael Campallo nach Tel Aviv. Er war an dessen Aufführung "Don Juan Flamenco" auf der Biennale von Sevilla 2004 beteiligt und arbeitete viel mit Carmen Ledesma.
Der junge Sevillaner Sänger verleiht mit seiner Stimme und Art zu Singen dem klassischen Flamenco einen faszinierenden Klang und jugendliche Frische.
Die beiden Gitarristen Antonio Moya und Tino van der Sman, die jeweils einen eigenen Abend im Festivalprogramm gestalten, begleiten die Sänger/innen auf der Gitarre. Leonor Leal, die elegante Tänzerin des Eröffnungsprogramms, unterstreicht den Recital de Cante mit ihrem feinsinnigen Tanz.







