Freitag, 10. August
19.30 Uhr
Eröffnung
Grupo Tino van der Sman „Cartas a Nadie“
Neue Flamencowelten mit faszinierender Musik und Tanz
Gesang: Javier Rivera
Gitarre: Tino van der Sman
Piano: Niko Langenhuijsen
Perkussion: Tom Auffarth
Flamenco der grenzenlosen Art erleben wir beim Eröffnungsabend des 12. Berliner Flamenco Festival. In der Produktion „Cartas a Nadie“ begegnen sich junge Künstler/innen aus Andalusien und den Niederlanden mit unterschiedlicher musikalischer und tänzerischer Herkunft. Sie schaffen wie selbstverständlich eine lebendige Symbiose voller musikalischer Poesie und Originalität, die dem Flamenco treu bleibt.
Die Regie hat der niederländische Gitarrist Tino van der Sman. Mit seinem klaren Spiel und seiner feinen Sensibilität für Melodien hat er eine rasante Karriere in der internationalen Flamencoszene erlebt. Seit vielen Jahren lebt er in Sevilla und hat dort kürzlich seine zweite CD „Tino“ veröffentlicht. Künstler wie der avantgardistische Tänzer Andrés Marín oder der international berühmte Perkussionist Cepillo waren an den Aufnahmen beteiligt. Das Programm des Eröffnungsabends wird sich immer wieder auf diese Veröffentlichung beziehen.
Faszinierend ist der Tanz als Teil der musikalischen Regie. Die Eleganz und Leichtigkeit von Leonor Leal und die kraftvolle Präzision von Juan Carlos Cardoso sind der ideale tänzerische Gegenpart. Tino van der Smans Kompositionen inspirieren die Tänzer/innen und fordern sie heraus. Einzigartig verwandeln sie seine Ideen in Bilder und Emotionen. Nach einer Ausbildung in sowohl Flamenco als auch Klassischem und Spanischem Tanz haben Leonor Leal aus Jerez de la Frontera und Juan Carlos Cardoso aus Sevilla beide jahrelang in den großen spanischen Compagnien wie denen von María Pages, La Yerbabuena, Andrés Marin oder Mercedes Ruíz getanzt.
Besonders interessant ist Tino van der Smans Zusammenarbeit mit dem niederländischen Jazzmusiker Niko Langenhuijsen, der seit den 90er Jahren immer wieder musikalische
Ausflüge in den Flamenco unternimmt. Seine Pianoklänge unterstreichen
Tinos deutliche, direkte Sprache und verschaffen ihr eine tiefe Resonanz. Die männliche Stimme des Sevillaner Sängers Javier Rivera komplettiert die
musikalischen Arrangements mit Rhythmusgefühl und einem modernen Swing.
Entgegen den Ankündigungen im Programmheft singt Sonia Miranda nicht beim
Eröffnungsabend, da sie aus gesundheitlichen Gründen ihre Teilnahme am
Flamenco Festival Berlin absagen musste.
Das Programm der Grupo Tino van der Sman wird dafür vom gefragten
Perkussionisten Tom Auffarth rhythmisch unterstützt.







