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12. Flamenco Festival Berlin

Bereits zum zwölften Mal wird der pfefferberg-sommergarten von Flamencoklängen erfüllt. Vom 10.-18. August 2007 zeigen spanische, internationale und Berliner Künstler/innen auf der großen Open-Air Bühne die faszinierende Vielfalt des Flamenco. Tanz, Musik und Gesang – die drei Säulen des Flamenco - stehen im Festivalprogramm gleichberechtigt nebeneinander.

Der in Andalusien hochgeachtete niederländische Gitarrist Tino van der Sman eröffnet das Festival mit einer wahren Schatztruhe an musikalischen und tänzerischen Flamencoüberraschungen. Manuel Liñán setzt diese Intensität am nächsten Abend mit der spielerischen Eleganz und machtvollen Leichtigkeit seines Tanzes fort. Wie auch Leonor Leal und Juan Carlos Cardoso, die Tänzer /innen des Eröffnungsabends, gehört Manuel Liñán zu den jungen Flamencogrößen in Spanien und wird in den kommenden Jahren die Zukunft des Tanzes in seiner Heimat mitgestalten. Das Caponata Argamacho Trio bietet eine konzertante Flamencofusion gemeinsam mit dem Gitarristen „Canito“ und der faszinierenden Tänzerin Alegría Suárez. Antonio Moya präsentiert am Abschlussabend das Flamencoerbe mit der jungen andalusischen Generation und bringt dafür unter anderem den Sänger Tomás de Perrate und den Tänzer Jairo Barrull mit nach Berlin. Umrahmt werden die Auftritte auf der Open-Air Bühne vom Flair und dem Charme des abendlichen pfefferberg-sommergartens.

Einzig das experimentelle Flamencotheater wird wie im vergangenen Jahr im Saal der Akademie der Künste am Hanseatenweg aufgeführt. Die sensible Komposition „Flamenco3“ in der musikalischen Regie von Ulrich Gottwald „El Rizos“ und das Tanztheaterstück „Chanta la mui“ – “Schweige” bilden das Programm dieses wichtigen Festivalabends. Die drei Flamencotänzer/innen Olga Pericet, Daniel Doña und Marco Flores aus der innovativen Madrider Szene inszenieren einen Tanz des Lebens in drei Akten. Auf der Basis des Flamenco fließen in ihren Bewegungen moderne und zeitgenössische Elemente zu einer faszinierenden Bühnencollage zusammen.

Berliner Flamenco ist in diesem Jahr mit Programmen von Cornelia „La Minera“, und Ana Menjibar y Bella La Paloma vertreten. Sie zeigen die kreative Lebendigkeit des Flamenco auch außerhalb Spaniens. Am Familientag präsentieren sich die Berliner Aficionados dem Publikum.

Das hochwertige und vielfältige Bühnenprogramm ist das eine Markenzeichen des Flamenco Festival Berlin. Seine zweite wichtige Säule ist oft weniger sichtbar, aber umso bedeutsamer: es sind die intensiven Workshops in Flamencotanz, -gitarre und -gesang, in Palmas (dem rhythmischen Händeklatschen) und in allen Elementen vereint als integrierte Por Fiesta-Kurse. Auch in diesem Jahr konnten wir viele der spanischen Flamencokünstler/innen als Workshopleiter/innen gewinnen. Die Teilnehmer/innen können hier in direkten Austausch um die Entwicklung von Flamencokunst und –kultur treten. Dieses lebendige kreative Ringen, das die ganze Woche durchzieht, macht das Berliner Festival zum Ambientefestival und damit zum Anziehungspunkt für Flamencos und Aficionados. Für absolute Anfänger/innen, die in den Flamenco hineinschnuppern möchten, gibt es wieder einen Sevillanaskurs.

Mit seinen hervorragenden Künstler/innen aus Spanien und Europa und im Zusammentreffen mit der Berliner Flamencoszene wird Berlin im August 2007 wieder eine Woche lang zum Zentrum für den jungen, lebendigen Flamenco in Europa.

Michael Schuldt, der künstlerische Leiter des 12. Flamenco Festival Berlin, und die pfefferwerk Aktiengesellschaft als Veranstalter in Zusammenarbeit mit der IG Flamenco Berlin, freuen sich mit Ihnen auf eine neue, spannende, vielfältige und intensive Woche im August voller Flamencoschätze und sicherlich manch schöner Überraschungen!

Museo del baile flamenco