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Programm |
| 12.08. Freitag |
Eröffnung |
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19.00 Uhr Junge Flamencotalente aus drei Nationen
Das Vorprogramm gibt einen Einblick in das große Potenzial des
Flamenco. Drei junge Tänzerinnen aus verschiedenen Nationen zeigen
sowohl in Solo- als auch in Gruppenchoreographien ihr hohes Können.
Begleitet werden sie von Ardillita und Musikern seiner Gruppe.
Die
in Serbien geborene Maria Keck wuchs in Ungarn auf und beschäftigte
sich schon früh mit zeitgenössischem Tanz, Improvisation,
Pantomime und ungarischer Folklore, bevor sie den Flamenco entdeckte.
Zur Zeit studiert sie Choreographie des Modernen Tanzes. |
Rafaela Stern befasst sich seit ihrem 15. Lebensjahr
intensiv mit dem Flamenco. Zu ihren Lehrern gehörten Rafaela
Carrasco, Javier Latorre, Joaquín Ruiz und Chiqui de Jerez.
Loli Salado ist die jüngere Schwester von Carmen Salado, die
mit ihrer Gruppe „Nacardá“ beim letzten Festival
auf dem pfefferberg tanzte. Als Kinder spanischer Emigranten kamen
die Schwestern in Hannover zur Welt. Loli wurde mit nur 16 Jahren
feste Tänzerin der Gruppe „Calima Flamenca“, mit
der sie durch ganz Deutschland tourte.
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20.00 Uhr „Manicomio Del Arte Mio“
Ardillita y su grupo
New / Young Flamenco (Rock, Pop & Flamenco)
Selbstbewusst und stimmgewaltig eröffnen Manuel Lojo „Ardillita“ und
seine Band das 10. Flamenco Festival auf dem pfefferberg. Ardillita
- spanischer Multi-Vocalist, Bühnenstar und Flamenco-Rocker aus
Frankfurt am Main - zieht mit seinem unglaublichen Stimmorgan das
Publikum sofort in seinen Bann. |
Von seiner Familie
schon in jungen Jahren in die Kunst des Flamencos eingeweiht, wandte
er sich als Teenager der US-amerikanischen Musik zu – denn er
war viel in den Clubs der US-Army in Frankfurt am Main unterwegs.
Auf einer Tour durch die USA beschäftigte er sich mit den unterschiedlichsten
Gesangsrichtungen und schulte sich in Blues, Jazz, Country, Rock,
Soul, Salsa und sogar in Rap und R’n’B. In seinem aktuellen
Stück „Manicomio Del Arte Mio“ interpretiert Ardillita
in einem Atemzug die unterschiedlichsten Gesangsstile und fusioniert
den Flamenco auf persönliche und authentische Weise. Dabei heraus
kommt ein überzeugender musikalischer Cocktail, kraftvoll, modern
und mitreißend, der die Zuhörer direkt in die Beine „swingt“ -
Tanzen ausdrücklich erwünscht: Un, dos, tres...Arriba!
In seiner Band hat Ardillita sieben Spitzenmusiker versammelt: mit
den Gitarristen Roberto Reigada ’El Fino’ aus Galizien
und dem in Galizien und Huelva aufgewachsenen Elias Gomez ’Tate
Gomez’ gründete er schon vor über 10 Jahren die Band „MARISMA“.
Der Bassist Willy Wagner, ’Tio Willy’, wie ihn Ardillita
nennt, spielte schon für Sabrina Setlur, Xavier Naidoo und Glashaus
und tourte mit Rio Reiser. Thomas Grüber ’Tomasito’ spielt
seit sechs Jahren in seiner Band und ansonsten viel im Latin-Bereich,
u.a. auch bei einer Santaner-Cover-Band. David Huertas (Perkussion,
Gitarre, Gesang...) ist ein bekannter und alter Hase im Flamenco Business,
Percussionist von Rafael Cortés und gleichzeitig erfolgreicher
Produzent von "Cafe del Mar". Die aus Utrera stammende und
in Hannover lebende Flamencosängerin Carmen Fernández
mit ihrer klaren und schönen Stimme ist hier in Berlin schon
lange keine Unbekannte mehr, ebenso wenig wie die oft wilden Gitarrenklänge
Miguel Sotelos.
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| 13.08. Samstag |
20.30 Uhr „Hechizo de Agua“ |
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Ana Calí y su grupo Flamenco
Junger Flamenco puro aus Granada
„Hechizo de Agua“ - „Zauber des Wassers“,
so nennt Ana Calí ihr erstes eigenes Flamencostück, das
inspiriert ist durch ein Gedicht des Poeten Luis Cernuda, in dem es
unter anderem heißt: „...Der Zauber des Wassers enthält
den Augenblick: die göttliche Rettung von menschlichen Schmerzen.
Eine Form, die vom Licht zum Schatten flieht. Die Verwirrung des Todes
aufgelöst in einer Melodie...“ |
Die junge Tänzerin aus
Granada hat diesen poetischen Ansatz in den Flamenco transferiert
und gemeinsam mit ihrer Gruppe ein Stück entwickelt, welches
die erste Samstagnacht auf dem pfefferberg in ein magisches Licht
tauchen wird. „Zauber des Wassers“ beleuchtet den Moment
im Leben, wenn alles stillzustehen scheint und man glaubt, gleichzeitig
in die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft blicken zu können.
In diesem Augenblick ist es einfach, in den nächsten Zustand
einzutauchen und sich zu verwandeln - wie das Wasser, welches zum
Meer, zum Brunnen, zum Fluss oder zum Regen wird.
Ana Calís Tanz leuchtet in den Farben einer feurigen Flamencotradition
und gleichzeitig eines modernen Kunstverständnisses. Neben dem
preisgekrönten Sänger „El Charico“ und der jungen
Sängerin „La Nitra“, die schon mit Joaquín
Cortés arbeitete und bereits zwei Solo-CDs veröffentlichte,
bringt sie zwei hervorragende Gitarristen mit nach Berlin: César
López Cubero und Miguel Angel Corral.
César López Cubero ist seit gut fünf Jahren in
der Gruppe Maya mit dabei. Trotz seines jungen Alters hat der Gitarrist
schon etliche Jahre professionellen Spielens vorzuweisen: Nach seinen
Lehrjahren bei M. Angel Cortés, Miguel Ochando und Emilio Maya
begleitete er die Bailaora Angustillas im Tablao „Reina Mora“.
César tourte durch Marokko, Belgien und Frankreich und nahm
an diversen größeren Projekten und Theaterstücken
teil, z.B. 2001 im Stück von F. García Lorca „Yo
no he nacido todavía“ unter der Regie von Carlos Plaza.
Der aus Granada stammende Gitarrist Miguel Angel Corral kann auf
eine langjährige Zusammenarbeit mit namhaften Flamencogrößen
verweisen. Enrique Morente, Marina Heredía, Manolito Soler
und zahlreiche andere Künstler schätzen die Vielseitigkeit
seines Gitarrenspiels, welches neben den Flamencowurzeln auch Einflüsse
des Jazz und der lateinamerikanischen Musik erkennen lässt -
mit beiden Stilen hat sich Miguel Angel intensiv beschäftigt.
Neben seiner Arbeit als Studiomusiker und Begleitgitarrist lehrt der
sowohl in der klassischen als auch in Flamencogitarre ausgebildete
Musiker am Conservatorio „Reina Sofia“ in Granada Flamencogitarre.
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| 14.08. Sonntag |
Nachmittagsprogramm: |

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14.00 Uhr Flohmarkt
15.00 Uhr „Mi Abuela“ Flamenco-Kindertheater
mit Laura La Risa
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Die Flamencotänzerin und ausgebildete Tanzpädagogin
Laura la Risa präsentiert ihr aktuelles Flamenco-Theaterstück
für Kinder mit dem Titel „Mi Abuela“ (Meine Oma).
Das Stück handelt von dem kleinen Mario und seiner Großmutter,
die für jeden Spaß zu haben ist und auf jeder Fiesta tanzt.
Doch eines Tages ändert sich alles - die Oma wacht nicht mehr
auf und Mario verliert einen Menschen, den er sehr geliebt hat. Mit
25 ihrer Schülerinnen im Alter von 4-18 Jahren thematisiert Laura
la Risa den Verlust eines geliebten Menschen, was für jeden -
und gerade für Kinder - ein einschneidendes Erlebnis darstellt.
Bereits ab 14.00 Uhr heißt es am Sonntagnachmittag auf dem
Flohmarkt wieder: Kleider zu eng? Schuhe zu klein? Wer seine Flamencoklamotten
und –accessoires loswerden will, zahlt eine Standgebühr
von € 5,- und bekommt von uns Tisch und Bank gestellt. Professionelle
Händler entrichten € 20,-. Bitte vorher anmelden! Der Kulturverein
La Vasca Flamenca e.V. bietet dazu einen Dekoblumen-Bastelstand für
Kinder an. Die Künstlerinnen von Fantasy Faces schminken die
Kinder kostenlos mit Fantasiefiguren und bunten Schmetterlingen.
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Abendprogramm:
19.30 Uhr „Soledad“
Azules
Flamenco mit Liebe zum Detail
Cante, baile y toque - Gesang, Tanz und Gitarre - das sind die drei
Säulen, die „heilige Dreifaltigkeit“, auf die sich
die Flamencoseele beruft. Mit ihrem Stück „Soledad“ lässt
die international besetzte Flamencogruppe azules diese Grundelemente
zu einer Einheit verschmelzen. Der Cante steht an zentraler Stelle.
Er ist die archaische Kraft des Flamencos, auf dessen Grundlage der
Tanz und die Gitarre ihren Weg finden. |
Der erste Teil des Programms widmet sich den Soleares
und baut diese Flamencoform langsam auf wie einen endlosen Fluss,
der im Laufe seines Lebens von einem perlenden Bach zu einem reißenden
Strom anschwillt. Im zweiten Teil, Colores, wechseln sich verschiedene
musikalische Farben und Stimmungen dynamisch ab: Tangos, Tarantos,
Alegrías u.a. reihen sich wie bunte Perlen auf eine Schnur.
Das Finale gipfelt in einer großen Fiesta mit vielen hierzu
eingeladenen Freunden.
Die Tänzerin Ana Azules hat mit der klaren Stimme der jungen
Sängerin Rosa Angeles und - als Gegenpol - der gereiften, tiefen
Stimme von José Candela zwei exzellente Vertreter des cante
flamenco um sich geschart. Die sensiblen aber auch kraftvollen Klänge,
die der Argentinier Sergio Menem seinem Violoncello entlockt, kommen
als dritte Stimme hinzu. Die drei spielen mit Melodien, Gesangslinien
und ihrer Kraft, die mal klagend, mal jubilierend daherkommt.
Ana Azules, deren Stil ebenso durch Flamencotradition wie durch
Moderne inspiriert ist, tanzt dazu kraftvoll und fließend.
Die in Holland lebende, gebürtige Berlinerin, Flamencotänzerin
und in Arnhem ausgebildete Dozentin für Modernen, Klassischen
und Jazz-Tanz ist uns gut bekannt - hat sie doch das Flamenco Festival
auf dem pfefferberg vor 10 Jahren ins Leben gerufen. Auch viele ihrer
anderen Projekte, wie die Flamencogruppe „Viva la Fiesta!“ in
den Neunziger Jahren, die „Por Fiesta“ Workshops auf dem
Lande oder die Flamenco „spezial“ - Kurse in Berlin und
Köln haben die deutschsprachige Flamencoszene um vieles bereichert.
Während ihrer längeren Aufenthalte in Jerez und Sevilla
hat Ana Azules nicht nur vielfältigste Inspiration, sondern auch
ihre wichtigsten traditionellen und auch modernen Lehrmeister gefunden.
Ihr ebenso durch Flamencotradition und Moderne inspirierter Tanzstil
ist zugleich kraftvoll und fließend und hat schon viele begeisterte
Anhänger - nicht nur unter ihren zahlreichen Schülern -
gefunden. Zuletzt tourte Ana Azules mit der Gruppe „Pasa la
Raya“ vor allem in Holland und wird sich in der nächsten
Zeit verstärkt auf die Arbeit mit ihrer Gruppe „Azules“ konzentrieren.
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| 15.08. Montag |
kein Konzert |
| 16.08. Dienstag |
19.30 Uhr „Berlin tanzt Flamenco“ |
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Eine Hommage an 10 Jahre Flamenco Festival Berlin
mit mehr als 25 in Berlin lebenden Flamencokünstler/innen
Vor neun Jahren entstand durch die Initiative einiger Berliner Flamencokünstler/innen
das Flamenco Festival auf dem pfefferberg. Aus den damals noch mehr
oder weniger spontanen Auftritten an wenigen Abenden hat sich inzwischen
eines der drei größten Flamencofestivals in Deutschland
entwickelt. Die Berliner Flamencoszene hat stets aktiv am Programm
mitgewirkt; jedes Jahr standen unterschiedliche Künstler an ein
bis zwei Abenden auf der Bühne. Im Jubiläumsjahr kommen
viele von ihnen zu einem gemeinsamen großen Abend zusammen. |
Fast alle namhaften Berliner
Künstler/innen werden ein vielseitiges, abwechslungsreiches und
anspruchvolles Programm präsentieren, welches aus Anlass des
zehnjährigen Geburtstags des Festivals mit ausreichend Feierstimmung
angereichert sein wird.
Mit dabei sind u.a.
Amparo de Triana, Ana Azules, Blanca Nieves, Cayetana de Ronda,
Celia Rojas, Cornelia “La Minera”, Joelle Guerrero,
La Antonia, La Mona, La Moraima, Laura la Risa, miguelete, Miriam
Jurés, Shirin, Ylva – Tanz
José de Murcia, Maria Lopez, Rubín de la Ana – Gesang
Carlos Andrés “El Canario”, Claudio ’El Compadre’,
Georg Kempa, Peer Fritze ’El Marinero’, Rayko Schlee – Gitarre
Tom Auffarth – Perkussion |
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| 17.08. Mittwoch |
20.00 Uhr „Cinco temas para decir te quiero“
Warschau-Berlin-Köln-Rotterdam: Flamencofreundschaften |
| Flamenco verbindet - das weiß jeder
Aficionado, ob er nun auf den großen Festivals dieser Welt oder
auch nur in seinem Kiez auf Gleichgesinnte trifft. Wer dieser Kunst
verfällt, kann sich und andere immer wieder begeistern. Treffen
zwei oder mehr „Süchtige“ aufeinander, potenziert sich
zuweilen diese Passion und leidenschaftliche Flamencofreundschaften
entstehen.
Eine solche hat sich in der Ost-West-Achse zwischen Polen und
Holland gebildet. Arturo ’El Polaco’, Magdalena Ziólkowska
und Marta Robles aus Warschau, miguelete, Houman Orei und Rayko
Schlee aus Berlin, Franco Carmine aus Köln und Ana Azules
aus Rotterdam haben sich durch den Flamenco kennen und schätzen
gelernt und in den vergangenen Jahren schon oft zusammengearbeitet.
Aus den Erfahrungen dieser langjährigen Freundschaft haben
die kreativen Künstler mit „Cinco temas para decir te
quiero“ speziell für diesen Abend ein Programm entwickelt,
das von den unterschiedlichen Persönlichkeiten der einzelnen
Künstler geprägt ist und zum größten Teil
aus Eigenkompositionen und überraschenden Arrangements besteht.
Der musikalische Schwerpunkt des knapp einstündigen Programms
wird durch die betörenden Stimmen der Sängerinnen unterstrichen
und gibt den Tänzer/innen dennoch Raum für eine kurze
pataíta. |
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21.00 Uhr „Tiempo
de Flores“
Flamencotheaterstück
von Flamenco Camerata 2D1 Das Flamencotheaterstück „Tiempo de Flores“ - „Zeit
der Blumen“ führt uns zu den emotionalen Wurzeln dieser
Kunst. Die Kastagnettenvirtuosin Belén Cabanes, die das Stück
selbst eine „Hommage an meinen Vater“ nennt, erzählt
mit ihrem Tanz von den schmerzlichen Gefühlen der Trauer und
des Abschiednehmens, den ein Kind nach dem plötzlichen Tod seines
Vaters durchlebt.
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Ihr ausdrucksstarker Tanz
vereint in sich moderne und traditionelle Richtungen und trägt
die Seele der Protagonistin durch die schwarze Nacht der Verzweiflung
bis zum Licht am Ende des tiefen Tals. Die von Andreas Maria Germek
eigens für dieses Stück komponierte Musik taucht auch in
klassische Stilmittel ein. Seine Gitarrenklänge, die virtuosen
Klänge des Cellos von Jakob Schmidt und die Perkussion von Juan
Mateos verbinden sich mit der betörenden Stimme von Gloria Palos
zu einem breiten Band, in das Belén Cabanes ihre Bilder tanzt.
„Am Ende feiert, im Regen herabfallender Blütenblätter,
die Lebensfreude ihren Triumph über die Angst. (…) triumphierte
die ursprüngliche Kraft und Weisheit des Flamenco (…)“
Nürnberger Zeitung, 2003
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| 18.08. Donnerstag |
19.30 Uhr „La Magia
del Cante“
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Noche del Cante
Sie perlen wie Sekt und können wie ein Dolch zustoßen. Sie
erleuchten mit Klarheit, geben raue Ahnung von verlorenem Glück
und schreien rasende Gefühle heraus. Sie schmeicheln und verzaubern,
klagen und wimmern, befehlen und verzagen. Sie - die magischen Stimmen.
Die Stimmen des Jahrhunderte alten und ewig jungen Flamencos. |
| Mit dem Gesang fing alles an. Und in dieser Noche del
Cante sitzt er auf dem ihm gebührenden Thron. Drei junge Sängerinnen
und ein junger Sänger werden heute mit dem Publikum eine Reise
in die Magie des Cante Flamenco unternehmen.
Rosa Angeles aus Algeciras gewann vor drei Jahren den begehrten Nachwuchspreis
beim “Cantiñas"-Wettbewerb in Cádiz und erhielt
daraufhin ein Stipendium der “Fundación de Arte Flamenco
Cristina Heeren" in Sevilla. El Juanillo, ein grandioser Sänger
aus dem Farruco-Clan, wird in dieser Noche del Cante für den
tiefen, männlichen Gesangspart sorgen. Der überirdische
Gesang der jungen Gitana Gloria Palos aus Cádiz wurde in den
letzten Jahren durch die Zusammenarbeit mit Eva „La Yerbabuena“,
Manuela Carrasco, Israel Galván perfektioniert. Nieves Diaz
begann ihre künstlerische Laufbahn mit spanischen Volksliedern
und kam später zum Flamencogesang, für den sie vom Festival
Nacional de Lo Ferro 1997 mit dem "Melon de Oro" und 2003
mit dem "Melon de Plata" ausgezeichnet wurde.
Die Gitarristen des Abends - Juán Antonio Gómez, Miguel
Sotelo, Andreas Maria Germek und Agustin de la Fuente - geben ihr
Bestes, um diese vier Stimmen zu unterstützen. Der Perkussionist
und Tänzer Juan Mateos wird nicht nur auf dem Cajón zu
sehen sein, sondern auch mit einer kleinen Tanzeinlage dafür
sorgen, dass sich neben die akustischen Impressionen dieser Nacht
einige visuelle reihen werden.
Das Programm wird an diesem Abend mit einem Blick auf die Geschichte
des Flamencogesangs eröffnet. Irene Alvarez, Flamencotänzerin,
geprüfte Pädagogin für spanischen Tanz und Flamenco,
die derzeit an einem Doktorandenprogramm der Universität Sevilla
im Rahmen der Flamencologie-Studien teilnimmt und außerdem ein
Tanzstudio in Leipzig leitet, wird hierbei auf die Einflüsse
und Beziehungen des Flamencogesangs zur Musik anderer Kulturen eingehen.
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| 19.08. Freitag |
20.30 Uhr „Flamenco Mediterráneo“
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Joaquín Ruiz y grupo
Flamencokunst und maurische Klänge aus Madrid Einer
der Höhepunkte des Festivals ist ohne Zweifel das Konzert des
großen Bühnentänzers und Choreographen Joaquín
Ruiz. Der leidenschaftliche Botschafter des Flamenco puro vereint
an diesem Abend spanische und maurische Klänge zu einem Gesamtkunstwerk: „Flamenco
Mediterráneo“.
Die immense Auftrittserfahrung,
die der aus Madrid stammende Joaquín Ruiz in seiner über
20-jährigen Bühnenkarriere in Konzerthäusern dieser
Welt gesammelt hat, kommt ihm nicht nur als Tänzer, sondern auch
als Choreograph zugute. |
Seit vielen Jahren kreiert
er eigene Stücke
mit seiner Compañía, die bei einigen Produktionen bis
zu 20 Künstler zählt. Die Grundlagen seiner bis heute andauernden
Leidenschaft wurden früh gelegt, denn seine Eltern waren ebenfalls
Tänzer - und Joaquín nahm Tanzunterricht sobald er laufen
konnte. Er zählt heute zur Spitze der spanischen Flamencoszene.
Gemeinsame Auftritte mit Flamencogrößen wie Blanca del
Rey, Carmen Cortés, Antonio Canales und Joaquin Cortés
werden ebenso gefeiert wie seine großen Solo-Abende - mit oder
ohne Compañia.
Am heutigen Abend wird Joaquín Ruiz von Nieves Diaz unterstützt.
Die aus Madrid stammende Sängerin gewann mit 16 Jahren ihren
ersten Gesangswettbewerb und wandte sich daraufhin dem Flamenco zu.
Seitdem hat Nieves Diaz hier eine unglaubliche Karriere hingelegt:
Sie sang in großen Tanzkompagnien, für "Iberico de
Danza" und "Flamenco en Route", gewann bedeutende Preise
wie 1996 den ersten Preis "por granainas" auf dem Festival
de Lo Ferro und tritt inzwischen mit ihrem eigenen Ensemble auf. An
der Gitarre Pablo Garcia Palomo aus Madrid, fünffacher Preisträger
von nationalen Gitarrenwettbewerben, und Amir Haddad, in Deutschland
geborener Palästinenser, der auch bei Radio Tarifa und Tomasito
spielt. Nicht nur am Cajón, sondern auch an anderen Perkussionsinstrumenten
der spanischen Folklore wie dem Tamburin ist Pablo Martin zu finden.
Den im Flamenco seltenen Einsatz eines Saxophons können wir bei
diesem Konzert ebenfalls erleben: Pedro Esparza, der nicht nur musiziert
sondern auch komponiert und mit Eva „La Yerbabuena“ und
Carmen Linares zusammenarbeitete, entwickelt immer wieder Themen für
die Choreographien von Joaquín Ruiz.
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| 20.08. Samstag |
19.30 Uhr Präsentation von Workshopergebnissen |
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20.30 Uhr „más y más“
Der letzte Abend krönt das Jubiläumsfestival mit zwei Nachwuchsstars
aus Andalusien: Fuensanta "La Moneta", deren enorme Expressivität
durch ihr Gitana-Temperament noch verstärkt wird, stand mit ihren nur
20 Jahren bereits auf den Flamenco-Bühnen in ganz Spanien und Europa.
2003 gewann sie den 1. Preis "El Desplante" beim Tanzwettbewerb des
Festivals Cante de las Minas.
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Die aus Granada stammende Flamenca arbeitete mit den
ganz Großen ihres Fachs zusammen, u.a. mit Mario Maya, Chano
Lobato, El Chocolate und Javier La Torre - und war mit letzterem und
seiner jüngsten Produktion "Triana, en el nombre de la rosa" noch
im März beim Festival de Jerez zu sehen, wo sie anschließend
auf einer Juerga eine unglaublich wilde Pata de Bulerías so
hinfetzte, dass man nur noch tief durchatmen konnte.
Das andere Wunderkind des Abends kommt aus Sevilla:
Jesús Aguilera trat bereits als Solotänzer neben Manuela
Carrasco und Juana Amaya auf und tourte mit den Compañas von
Cristina Hoyos, Maria Pages und Adrián Galias durch Spanien,
Luxemburg und bis nach Japan. Er gewann etliche Preise unterschiedlicher
Flamencowettbewerbe bevor er im letzten Jahr seine eigene Compañía
gründete.
An der Seite von Agustín de la Fuente, der seine
unbändige Energie und faszinierernde Musikalität auf dem
pfefferberg oft unter Beweis gestellt hat, singt sein langjähriger
Freund und Kollege Rafael de Ronda. Die zweite und muy flamenco klingende
Stimme dieser Nacht gehört José Méndez, zu dessen
Familie die letztes Jahr verstorbene "Paquera de Jerez" gehörte.
José sang bereits für die "Götter" des
Flamencohimmels: Eva "La Yerbabuena", Mario Maya, Manolete,
Manuela Carrasco, Cristina Hoyos, Carmen Cortés und sogar für
den legendären Farruco. Das aus Jerez stammende Perkussionstalent
Orillo, ebenfalls langjähriger Freund und Kollege von Augustin
de la Fuente, heizt mit seinen dynamischen Rhythmen das Konzert
weiter an.
Fin de Fiesta
Der Abend gipfelt in einer bunten Fin de Fiesta, in dem noch einmal
viele Künstler/innen der Festivalwoche die Bühne mit ihrer
Stimmen, Gitarrenklängen, Zapateados, wilden Kraftausbrüchen
oder grazilen Bewegungen füllen - und dem Publikum geben, was
es will: "más y más" - "mehr und mehr"...
... bis zum nächsten Festival sind es ja nur noch 12 kurze Monate! |
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